Kapitel 024

Am Feuer

024 Am Feuer

Der Abend kam.

Das Feuer war fast heruntergebrannt.

Toma schlief.

Mira schlief.

Nur die kleine Fee war noch wach.

Sie sass neben dem Wanderer.

Lange Zeit sagte niemand etwas.

Dann fragte Nia leise:

„Habt Ihr von der Kreatur gewusst?“

Der Wanderer sah ins Feuer.

„Es war eine hässliche Hütte.“

Lange Stille.

Nia sah ihn an.

„Sie war nicht hässlich.“

Ganz leise.

Dann lächelte sie trotzdem.

Sie lehnte sich an ihn.

Ganz vorsichtig.

Der Wanderer rührte sich nicht.

Aber er rückte auch nicht weg.


Am Morgen brachen sie auf.

Toma stand vor seiner Hütte.

Mira neben ihm.

„Kommt ihr wieder?“

Nia nickte heftig.

„Bestimmt!“

Toma sah den Wanderer an.

„Und Ihr?“

Der Wanderer betrachtete die Hütte.

Die er niedergeworfen und wieder aufgebaut hatte.

„Sie steht besser als vorher.“

Toma lächelte.

„Das war nicht meine Frage.“

Der Wanderer antwortete nicht.

Dann drehte er sich um und ging den Hügel hinab.

Wie immer zu schnell.

Nias kleine Schritte konnten kaum folgen.

Plopp.

Plopp.

Plopp.

Dann—

blieb er stehen.

Er sagte nichts.

Er wartete nur.

Zum ersten Mal.

Bis das Käferchen ihn eingeholt hatte.

Erst dann ging er weiter.

Langsamer als sonst.

Damit sie mithalten konnte.

Hinter ihnen schloss sich die Tür zum Hügel.

Vor ihnen lag wieder der Tempel.

Endlos.

Still.

Und irgendwo, weit entfernt,

wartete bereits die nächste Tür.